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Seit 1897 gibt es ein Gasthaus bei Nordal. Den ersten
dokumentierten Eintrag finden wir aus dem Jahre 1899, als Embjørg Nordal
um die Genehmigung bat, selbstgebrautes Bier an Einwohner und Reisende
verkaufen zu dürfen. Das älteste Haus ist eine Hütte von Nigard Bøje,
bestehend aus einem ziemlich großen Raum, einem kleineren Raum, der als Küche
diente, und einer kleinen Kammer. Die beiden letztgenannten Räume dienen
noch heute als Küche bei Nordal und der größte Raum ist ein Teil des
Cafes. Familie Nordal lud zum Kaffee und zur Übernachtung ein.Die Reisenden benutzten ihre eigenen Lederfelle und schliefen auf dem Boden. Oft war alles voller Läuse, aufgrund des Bettzeuges. Ansonsten war der Raum mit Spuckbecken für Genießer von Kautabak ausgestattet. Die Hygienevorschriften haben sich in den letzten 100 Jahren sehr verändert. |
Nordal im 1890. |
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Es wurde Kaffee für Leute ausgeschenkt, die Besorgungen
in den Läden machten oder von der Mühle oder Kirche kamen. Die
zahlreichste Kundschaft kam am Weihnachtstag. Embjørg Nordal erzählte, daß sie sich einen „Missionskessel“
besorgte, welcher 100 Tassen faßte. Zu Weihnachten rührte sie den Kessel
dreimal, also verkaufte sie an diesem Tage mehr als 200 Tassen Kaffee! Um 1905 wurde eine Etage angebaut, so hatte man 4 zusätzliche
Schlafzimmer. Der Bauernhof wurde nach und nach erweitert, Scheune und Pferdestall
sollten zuerst fertig werden, da sowohl Gabriel, als auch Sohn Knut,
Pferde hielten. Zum Schluß kam der Kuhstall dazu, der Acker jedoch wurde
von 1913 bis 1920 gemeinsam mit Andberg genutzt. |
Nordal im 1925. |
Als nächstes Gebäude folgte der Kornspeicher. Die örtliche
Telefongesellschaft wurde von der staatlichen Telefongesellschaft übernommen,
und Embjörg Nordal kaufte die Telefonmasten, welche noch über den Ort
ragten. Stückpreis war eine Krone, bei Abholung durch den Käufer. Er
engagierte Elias Kveen für die Deinstallation und den Heimtransport bei
winterlichen Straßenbedingungen für den gleichen Preis. Das war im Jahre
1935, und Simen Kolden und Tormod Sørhage bekamen 2,50 Kronen pro Tag, um
aus den Balken einen Kornspeicher zu errichten. Zusätzlich erhielten sie
freieVerpflegung, womit sie sehr zufrieden waren. Die gesamten Kosten für den Speicher beliefen sich auf
800 Kronen inklusive des Kellers, der als „Eishaus“ bzw. Gefriertruhe diente. Im Frühjahr 1940 wurde Nordal als Feldlazarett genutzt und die Besitzer zogen nach Sørhage um, wo sie für sechs Wochen wohnten. Bei der Bombardierung Fossbergs Mitte April wurden Teile des übrigen Gebäudes zerstört, wurden dann aber wieder aufgebaut. |
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Während des Krieges gab es keinen großen
Publikumsverkehr, außer einigen Kunstmalern, die hin und wieder eintrafen.
Nach dem Kriege wurde der Betrieb unter dem Namen Nordal weitergeführt. Dies war die Zeit der Bustouristen und Radfahrer. Autos
gab es nur selten. Maria und Torsten Nordal übernahmen den Betrieb im
Jahre 1947 und führten ihn, bis er 1970 von Egil Nordal übernommen wurde.
Während dieser Periode verwandelte sich Nordal vom Bauernhof mit
Touristangebot zu einem vollständigen Touristbetrieb, um den steigenden
Ansturm von Reisenden zu bedienen. 1955/56 wurden die zwei Gebäude durch einen Zwischenbau
verbunden. Dies gab Raum für einen neuen Speiseraum und Anrichte in der ersten Etage und 10
zusätzlichen Räumen in der zweiten und dritten Etage. Ausserdem wurden
die Gebäude außen und innen verkleidet. Weitere Kosten kamen Ende der
achtziger Jahre durch den Bau der neuen Rezeption und des Speisesaales
dazu. Als in den fünfziger Jahren das Wasserwerk in Fossberg
fertiggestellt wurde, konnten alle Zimmer mit fließendem Wasser
ausgestattet werden, sowie WC auf den Gängen. Dieses war ein großer
Fortschritt. Spätere Umbauten und Investitionen in der Hotelabteilung
haben nicht die Anzahl der Betten erhöht, im Gegenteil. Der steigende
Anspruch an Komfort, wie u.a. Dusche und WC auf jedem Zimmer war der Grund
dafür, daß man Zimmer bzw. Teile von Zimmern abteilen mußte, um Platz
zu schaffen. Heute haben alle Zimmer im Hotel Dusche und WC. Im Jahre 1960 wurde das Motel gebaut. Es bietet 8 Zimmer
in gleichem Standard wie das Hotel. Nordal Hotel und Motel haben heute insgesamt 48 Betten. Die Expansion kam von außerhalb. Das führte dazu, daß
Ackerbau und Viehzucht in den sechziger Jahren abgewickelt werden mußten. Es begann damit, daß
Zelttouristen kamen und um Erlaubnis baten, ihr Zelt zwischen Heureitern nach der ersten Mahd
aufschlagen zu dürfen. Das war gegen Ende der fünfziger Jahre. Der erste
organisierte Campingplatz jedoch, kam 1961 nachdem die Esso-Station gebaut
wurde. Hier gab es ein WC, das auch von den Campingtouristen benutzt
werden konnte. Das war bald zuwenig, so daß Nordal 1963 die erste Sanitäranlage
sowie Wäscherei errichten mußte. Der Zeltplatz war zu Anfang nur ungefähr
1000 qm groß, gelegen auf dem Grund vor Bergheim. Die Nachfrage stieg, so
daß immer größere Flächen dem Ackerbau entnommen wurden. Viehzucht und
Tourismus passten nicht gut zusammen, die Tiere konnten versehentlich „Unrat“
verschlucken, so daß die verbleibenden Tiere auf die Schlachtbank kamen.
Für eine kurze Zeit versuchte man es mit Ochsen, später mit Schweinen,
aber dies mußte aufgegeben werden. Heute erinnern nur noch Stall und
Scheune an Landwirtschaft bei Nordal. Autotouristen, die auf Acker und
Feld Einzug hielten, fragten oft nach einem Dach über dem Kopf, ein Zelt
genügte nicht mehr. So baute Egil Nordal 1962 die ersten Campinghütten.
Nach kurzer Zeit folgten weitere Hütten. Heute gibt es 64 Hütten
verschiedenen Standards, einige mit Dusche und WC, Stube und Küche. Die
einfachen Hütten aus dem Jahre 1962 sind auch noch gefragt. Die steigende
Anzahl von Campingtouristen führte zum Ausbau der sanitären Anlagen. |
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Zwei Jahre nach dem Bau der ersten Anlage wurde die
zweite Anlage, direkt gegenüber Fossheim gebaut. Diese wurde in einem
Keller installiert, auf diesem wiederum errichtete man ein Blockhaus. Die Rentner Maria und Torsten wohnten dort während
ihrer letzten Lebensjahre. Später konnte das Haus sowohl als Wohnung, als
auch Leihhütte genutzt werden. Die gesamte Fläche des Nordaleigentums
wurde nun als Campingplatz genutzt. Der Bau des Schutzdammes an der Bøvra
ermöglichte eine Ausweitung des Areals gegen Ende der siebziger Jahre.
Nun mußte eine dritte Sanitäranlage, mit einer Kapazität für 400
Personen, gebaut werden. Die Planungen für Fossberg ergaben Probleme
hinsichtlich der Nutzung eines zukünftigen zusammenhängenden Staßenareals.
Wenn diese Straße gebaut geworden wäre, hätte Nordal die Hütten ohne
Entschädigung abreißen müssen. Aber die H |
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Um Hütten- und Zeltbewohnern den bestmöglichen Service
bieten zu können, bedurfte es nicht nur eines Wasch- und Bügelraumes,
Dusche und WC. Touristen brauchten einen Ort, um Einkäufe tätigen zu können,
besonders außerhalb der gewöhnlichen Öffnungszeiten. Bei Nordal eröffnete
man einen kleinen Kiosk. Ende der sechziger Jahre kam der erste richtig
Imbißladen, der erste in Oppland. Torbjørn Fjeldstad half, die
Zeichnungen für das Haus zu fertigen. Es hat mehrere Anbauten gegeben.
Die erste Esso-Station aus den sechziger Jahren hatte zu Beginn wenig
Kundschaft, besonders während des Winters. Das hat sich sehr verändert,
nachdem im Jahre 1960 der Autohandel liberalisiert wurde. Der Verkehr
stieg, so daß sowohl Gebäude als auch Warenangebot erweitert werden mußten.
Dies geschah 1987. Es stand eine völlig neue Station mit Waschanlage
bereit. Gleichzeitig übernahm Tor Gaute den Betrieb der Tankstelle, während
Anne Marie und Lars den Hotelbetrieb übernahmen. Das Cafe wurde in neuerer Zeit ebenfalls umgebaut, zuletzt im Jahre 2000. Es ist eine Terrasse mit Platz für 150 Gäste dazugekommen. Diese verfügt über eine kleine Bühne sowie eine Tanzfläche. |